Dada
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Dadaismus ist eine Kunstform die während des ersten Weltkrieges im Kanton Zürich in der Schweiz entstand. Die Dada Bewegung begann im Jahre 1916 als eine Form der Anti-Kunst. Dadaismus lehnte traditionelle Werte und Kunstformen ab, und stand für die Zerstörung der Normen die zu dieser Zeit existierten. Selbst das Wort «Dada» hat keine wahre Bedeutung, und hört sich eher wie ein unsinniges Geräusch das ein Säugling von sich stossen würde. Manche denken, dass es mit dem russischen Wort ‘da’ für ja zusammenhängt, auch wenn es dafür keinen Beweis gibt. Dadaisten bestanden darauf, dass Dadaismus nicht klassifizierbar war, denn sobald sich eine Ordnung entwickelte, demnach man Dadaismus bezeichnen wollte, wollte man diese festgestellten Regeln wieder zerstören. Während des ersten Weltkrieges sammelten sich Flüchtlinge und Kriegsgegner aus ganz Europa in der neutralen Schweiz, und so wurde Zürich schnell ein Zentrum des internationalen Austauschs. Hugo Ball, der Erfinder des Dadaismus, flüchtete aus Deutschland zur Schweiz und gründete im Februar 1916 zusammen mit seiner Freundin Emmy Hennings das Cabaret Voltaire, eine Künstlerkneipe, wo er viele seiner zukünftigen Freunden und Arbeitskollegen kennenlernte, und in der sich Dadaismus entwickelte.

Die Kunstform des Dadaismus wurde im Klima des ersten Weltkrieges schnell beliebt, besonders mit den Flüchtlingen aus ganz Europa. Wenig später gab Tristan Tzara, einen guten Freund von Hugo Ball, die Zeitschrift Dada heraus, welche zur Verbreitung des Dadaismus auf einer internationalen Skala führte. Im Jahre 1917 arbeitete er zusammen mit Hugo Ball, Hans Richter und weitere Künstler um die Galerie Dada in Zürich zu eröffnen, in welcher die erste Dada Ausstellung stattfand

Die rebellische Art des Dada, die auch starke anti-Kriegs Nachrichten hatte, wie zum Beispiel das Gemälde von Hans Richter welche Kaiser Wilhelm als Befehlshaber des Todes darstellte, wurde schnell beliebt als die Leute genug vom Krieg hatten. Bald popularisierte sich die Dada Kunst in den Hauptstädten mehreren europäischen Ländern. Dies passierte besonders schnell in Frankreich, als Tzara nach Paris ging, wo er mit Andre Breton Bekanntschaft schlug. Dort entwickelten die beiden Theorien die Breton später als Surrealismus taufen würde. Richard Huelsenbeck wanderte aus der Schweiz und gründete 1917 in Berlin den Club Dada. Die Dadaisten in Deutschland befanden sich im Zentrum des Krieges und so waren ihre Kunstwerke oft sehr politisch und kritisierten offen die Weimar Republik. Zusammen mit Hausmann hielt Huelsenbeck Reden in ganz Deutschland und verbreitete so den Dadaismus.

In den 1960er Jahren entstand und popularisierte sich die Neo-Dada Bewegung, welche versucht die Kunst mit dem Alltagsleben zu verbinden, auf der ganzen Welt. Diese wurde in New York dank Barbara Rose sehr beliebt, und enthielt auch Stücke des Nouveau Réalisme. Selbst heute bleibt der Einfluss des Dadaismus’ sehr wichtig in der Kunst, besonders im durch ihm entstandenen Surrealismus und andere abstrakte Kunstformen.

Hier könnt ihr euch einige bekannte Dada Kunstwerke ansehen:





Karawane


jolifanto bambia o falli bambla
großgiga m'pfa habla horem
egiga goramen
higo bloiko russula huju
hollaka hollala
anlogo bung
blago bung
blago bung bosso fataka
ü üü ü
schampa wulla wussa olobo
hej tatta gorem
eschige zunbada
wulubu ssubudu uluwu ssubudu
tumba ba-umf
kusa gauma
ba – umf

Die Karawane ist ein Dada Gedicht, auch als Lautpoesie bekannt, welches in 1916 von Hugo Ball, einer der Gründer des Dadaismus’ und Autor des Manifestes des Dadaismus’, geschrieben wurde. Hugo Ball war auch der Erfinder der Lautpoesie, welche in wahrer Dada Form überhaupt keinen Sinn ergibt. Dennoch haben dieses Gedicht und andere Dada Kunstwerke selbst heute noch grossen Einfluss. Dieses Stück war die Inspiration für die danach benannte Komposition Karawane vom Finnischen Komponisten Esa-Pekka Salonen, die fast 100 Jahre später geschrieben wurde. Sie wurde 2014 zum ersten Mal in der Tonhalle Zürich aufgeführt.

Ihr könnt euch eine Vorführung des Gedichtes hier anhören

Inaara Weiss (D)